Die Inhaltsstoffe in der Nahrung

Zurück zur Natur :
Es entsprach dem Jagdnaturell der Wildformen und Vorfahren von Hunden und Katzen, ihre Beutetiere, fast gänzlich, „mit Haut und Haaren“ zu fressen. Denn nur auf diese Weise konnten die Tiere an alle benötigten Nährstoffe gelangen. Eine zeitgemäße Hunde- und Katzennahrung muss dies ersetzen können. Sie muss alle Nährstoffe enthalten, die Hund und Katze täglich brauchen. In einer artgerechten und gesunden Heimtiernahrung müssen deshalb diese Nährstoffkomponenten in ausreichender Menge garantiert enthalten sein. Hochwertiges Protein (Eiweiß) für Aufbau, Wachstum und Neubildung von Körpergewebe. Fette und Kohlenhydrate sorgen als „Kraftstoffe“ für die benötigte Energie. Leben ist nur unter ständigem Einsatz von Energie möglich. Die wichtigsten Vorgänge, die im Organismus ständig Energie verbrauchen, sind z. B. die Motorik (Bewegung), die Muskel-, Herz- und Atmungstätigkeit, der Temperaturhaushalt sowie der Transport der Nährstoffe in die Körperzellen. Tierisches Fett ist dabei der Nährstoff, der die meiste Energie liefert. Natürliche, lebensnotwendige Vitamine sind für die Stoffwechselvorgänge und Mineralstoffe für Knochen, Zähne und vieles mehr notwendig. Nur ein in sich stimmiges Ernährungskonzept sorgt nachhaltig für ein gesundes Hunde- und Katzenleben. Deshalb sollten die Gedanken über die tägliche Versorgung der geliebten Vierbeiner schon etwas intensiver sein als nur gedankenlos eine Fertigfuttermischung in den Napf …

Proteine (Eiweiße) – Bausteine für Körperzellen
Proteine erfüllen viele Funktionen; sie sind u. a. die „Bausteine“ für Muskeln, Knochen, Haut, Fett, Blut und Gewebe. Proteine sind die Bausteine für jede Körperzelle und sind durch keinen anderen Nährstoff zu ersetzen. Da sich Zellen ständig erneuern, ist ein regelmäßiger Nachschub erforderlich. Proteine bilden den größten Anteil der Körpermasse von Hund und Katze (rund 20%).

Alle Proteine bestehen aus Aminosäuren, von denen zwanzig verschiedene bekannt sind und zehn, die sogenannten essentiellen Aminosäuren, in der Nahrung enthalten sein müssen, weil sie der Hund nicht selbst bilden kann. Bei der Katze ist dies noch etwas komplexer. Die Verwertbarkeit der Aminosäuren ist aber nicht bei allen Proteinen gleich, d.h., ob das Tier es auch verdauen kann oder es über den Kot wieder ungenutzt ausgeschieden wird. Bei pflanzlichen Eiweißen ist der unverdauliche Anteil deutlich höher als bei tierischen Eiweißen. Über diese Angaben findet man leider auf den Futterpackungen keine Auskunft. Das tierische Protein ist für Hunde und Katzen wertvoller. Es besitzt eine höhere „biologische Wertigkeit“, da aus tierischen Proteinen leichter körpereigene Substanz aufgebaut werden kann. Sie sind für einen reibungslosen Ablauf des Stoffwechsels notwendig.

Fette
Fette sind der Energielieferant Nr. 1 und sorgen für die allgemeine Leistungsfähigkeit, der „Brennstoff“ des Organismus.

Erste Anzeichen einer Mangelerscheinung sind normalerweise trockenes, stumpfes und sprödes Fell. Weil Hunde und Katzen von Natur aus Beutetierfresser sind, können sie tierische Fette wesentlich besser verwerten als pflanzliche.
Es müssen essentielle Fettsäuren (Bedeutung des Fettsäuremusters für Entzündungshemmung (Omega 3 bzw. 6)) mit der Nahrung zugeführt werden, ebenso muss das verwendete Fett von guter Verwertbarkeit sein (so ähnlich wie bei den Proteinen). Fett neigt dazu, zu oxydieren oder ranzig zu werden. Deshalb werden von einigen Firmen dem Futter Antioxydantien zugesetzt, um das Fett zu stabilisieren. Diese Zusatzstoffe müssen deklariert werden. Die bekanntesten sind BHT, BHA und Etoxyquin. Oft werden sie auch einfach EWG- oder EU-Zusatzstoffe genannt. Meist sind diese Zusätze nachweislich gesundheitsschädlich und sind in der menschlichen Ernährung seit langem verboten.

Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind der zweitwichtigste Energielieferant für Hunde und Katzen. Dies sind Zuckerformen (Saccharide) und Stärken. Sie kommen hauptsächlich in pflanzlichen Nahrungsbestandteilen vor. Kohlenhydrate haben zwar nicht den Brennwert von Fett (Fett liefert etwa doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate), werden aber wesentlich schneller verwertet. Für Kurzzeitbelastungen von Hunden füttert man also besser kohlenhydratreich, für Ausdauerleistungen führt man ihm mehr Fette zu. Eine hohe Kohlenhydratzufuhr ist v.a. für die Katze aber auch für den Hund sinnlos, bzw. belastet den Stoffwechsel und führt zu Übergewicht!

Kohlenhydrate werden auf den Futtermittelverpackungen meist nicht deklariert, sind aber ganz leicht auszurechnen, indem man alle Bestandteile zusammenzählt. Was dann auf 100 % fehlt, sind die Kohlenhydrate. Reich an ihnen sind Nudeln, Kartoffeln, Reis und andere Getreide.

Rohfaser
Pflanzliche „Ballaststoffe“ (Rohfaser), sind von Natur aus schwer- oder unverdaulich. Sie erfüllen eine mechanische Funktion im Darm (Peristaltik). Sie sind auch für eine angemessene Verdauungszeit verantwortlich und führen dadurch zu einer optimalen Energieaufnahme und Verwertbarkeit der Nahrung.

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
Vitamine beugen manchen Krankheiten vor und unterstützen die Abwehr von Infektionen. Der natürliche Vitaminbedarf ist ebenfalls individuell anzusehen. Es gibt zwei Arten von Vitaminen: wasserlösliche wie den Vitamin B-Komplex und das Vitamin C und fettlösliche wie die Vitamine A, D, E und K.

Vitamine haben dabei die Aufgabe, den Körperzellen die Erfüllung wichtiger Funktionen zu ermöglichen. Die Mineralstoffe und Spurenelemente werden u. a. für den Knochenaufbau, die Zähne, den Blutfarbstoff, den Energietransport und für Funktionen der inneren Organe benötigt. Sie erhalten außerdem das Gleichgewicht der körpereigenen Flüssigkeiten und sorgen für den Ablauf bestimmter biochemischer Reaktionen im Körper.

Wichtig ist, dass Überdosierungen fettlöslicher Vitamine schädlich sind, Calzium und Phosphor sollte im richtigen Verhältnis stehen etc..

Das gesamte Wirkungsspektrum der Nahrungsinhaltsstoffe macht deutlich, wie wichtig eine ausgewogene Nahrung für die Ernährung von Hund und Katze ist, denn nur durch eine naturbelassene, artgerechte Ernährung kann auf Dauer der Organismus gesund erhalten werden.

…Mehr dazu unter dem Punkt „Kleines Vitaminlexikon“ auf unserer Homepage.

Wasser
Frisches Wasser ist für einen geregelten Flüssigkeitshaushalt des Körpers von Hund und Katze sehr wichtig und sollte daher stets bereitstehen. Hunde und Katzen können in etwa einen Monat ohne Nahrung auskommen, aber nur sehr kurze Zeit ohne Wasser.

Weitere Argumente für die Bereitstellung von ausreichend Wasser sind, dass die Niere, das Ausscheidungsorgan für Giftstoffe im Körper, ausreichend Flüssigkeit benötigt, um richtig zu arbeiten. Das Wasser ist sozusagen Hauptnahrungsmittel, wie bei uns Menschen auch sorgt für den Transport der Nährstoffe in die Zellen und hat auch die Aufgabe, alles „schlechte“ aus dem Körper auszuscheiden.  Hier liegt unserer Meinung nach auch eine der Ursachen für das vermehrte Auftreten von unspezifischen Erkrankungen wie Allergien oder Ekzemen. Wenn die Nieren infolge von Flüssigkeitsmangel am richtigen Arbeiten gehindert werden, sucht der Körper andere Wege, unerwünschte Stoffe loszuwerden und es kommt zu Ablagerungen und Verkalkungen, die oft Auslöser sind für Krankheiten.

Hält man sich vor Augen, dass der Hund oder Wolf in seiner natürlichen Umgebung neben dem, was er trinkt, noch Nahrung aufnimmt, die 60 bis 80 % Feuchtigkeit aufweist, wird einem klar, dass der Wasserverbrauch eines Hundes überaus hochgesteckt ist und dem auch unbedingt bei der Fütterung Beachtung geschenkt werden sollte. Der Wasserbedarf unserer Tiere ist bei Trockenfütterung erheblich höher als bei der Nassfütterung.Unsere Empfehlung: keine Plastikschalen sondern bitte Keramik oder Porzellan als Napf verwenden. Plastik hat oft negative Wirkungen auf die Wasserqualität.

Hunde und Katzen werden heute auf die unterschiedlichsten Arten ernährt:

  • Trockenfuttermittel (meist Extrudate)
  • Nassfuttersorten aus der Dose oder im Beutel
  • Selber kochen
  • Barfen

Der Irrtum Trockenfutter – bestes Premiumfutter, das überaus ausgewogen und gesund sein soll?!

In den 60er Jahren ist der Boom mit dem Trockenfutter entstanden, mit welcher in der heutigen Zeit rund 60 – 70% der Haustiere gefüttert werden. Was steckt hinter diesen Körnchen und Pellets in unterschiedlichen Formen und Farben? Nach dem Krieg ging es uns Menschen wieder um einiges besser, es wurde wieder vermehrt Fleisch verzehrt, dies brachte u.a. aber auch größere Berge an Fleischabfällen mit sich. Diese sowie weitere Abfallprodukte aus der Lebensmittelindustrie  wurden in der sich langsam entwickelnden  Futtermittelindustrie zu hohen Preisen weiter vermarktet.

Die meisten Trockenfuttersorten sind Extrudate. Diese werden in der Regel zwischen 120 und 250°C, je nach Hersteller sogar bis zu 480°C, erhitzt, sozusagen dadurch vorverdaut. Das Gesamte wird dann durch eine Düse gepresst und mit Luft vermengt. Dadurch werden nicht nur sämtliche Nährstoffe, Proteine und Fette zerstört und denaturiert, sondern auch lebenswichtige bioaktive Substanzen verändert. Um diese Defizite wieder auszugleichen, werden in der Regel synthetische Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, usw. zugesetzt. Dann werden die fertigen Brocken mit Fetten bzw. Ölen besprüht. Diese werden in der Regel, wegen der Haltbarkeit mit Antioxidantien wie z.B. BHA, BTA, EU-Zusatzstoffen, behandelt –  sonst würde das Futtermittel sehr schnell ranzig und wäre nicht über Jahre haltbar.

Ist das gesund oder vielleicht noch artgerecht?? Nein! Das ist eher ein Chemiecocktail !!!

Fast gänzlich alle Trockenfutter bestehen in ihrer Zusammensetzung zur Hauptsache aus Getreide (60 – 80 %), einer der Gründe ist sicherlich der, dass für die Herstellung und Festigkeit des Trockenfutters Stärke gebraucht wird, aber sicherlich auch Kostengründe, Getreide ist erheblich billiger als Fleisch!

Die Stärke kann aber auch z.B. aus größeren Mengen an Kartoffeln oder der neuste Gag aus Koch-Bananen gezogen werden. Zur Banane gibt es folgendes zu sagen: es gibt wohl kaum ein anderes Nahrungsmittel, in dessen Kultivierung mit größeren Mengen an Pestiziden, Insektiziden und Fungiziden gearbeitet wird, wie auf diesen Plantagen. Wenn Banane, dann bitte unbedingt BIO-Bananen. Wenn das also gesundes oder sogar das beste Futter sein soll?!

Der Fleischanteil ist oft nur sehr gering, nicht selten mit entsprechenden Werbesprüchen hochgejubelt, meist gerade mal 4 %. Je nach Hersteller wird entweder gute Fleischqualität verarbeitet oder aber auch verarbeitetes, konserviertes Tiermehl, das kann durchaus auch Kadavermehl sein!  Den Unterschied findet man aber nicht unbedingt auf der Packung oder im Prospekt deklariert. Weiterhin werden tierische sowie pflanzliche Nebenerzeugnisse verarbeitet und evtl. noch Gemüse und Kräuter.

Ein großer Nachteil der Futter-Extrudate ist u. a., dass die Brocken im Magen sehr stark aufquellen. Der Magen wird so überlagert, dass dadurch Gärungsprozesse entstehen können. Eines ist sicher, seitdem Hunde mit Extrudaten gefüttert werden, ist das Thema Magendrehung viel aktueller geworden! Was auch in diversen Studien belegt ist, dass Tiere, die  extrudierte Nahrung erhalten, einen stark beschleunigten Verdauungsprozess aufweisen, das bedeutet grundsätzlich auch, dass die Nährstoffe durch kürzeren Verbleib im Organismus nicht vollständig aufgenommen werden können.

Wenn es dann ein Trockenfutter sein soll, dann sollte dieses auf jeden Fall ein kaltgepresstes sein, ohne Zugabe von synthetischen Zusatzstoffen und/oder Konservierungs-, Farb- und Lockstoffen. Die Zutaten sollten Lebensmittelstandard entsprechen. Nach Möglichkeit sollte dieses für den Hund nicht mit Weizen hergestellt sein (größter Allergieträger). Bei der Katze sollte der Getreideanteil höchstens 5-10 % betragen. Solche Futtermittel zu finden, war bisher sehr schwer. Nun gibt es glücklicher Weise

SUNNY Petfood – aus Liebe zum Tier!

Handelsübliches Dosenfutter/Beutelfutter

Meist ist dort nur ein Fleischanteil von 4 – max. 8 %. Was ist denn bitte schön der Rest zu den 100% Inhalt? – Das sind sehr oft leere Füllstoffe z.B. geraspelte Kokosnussschalen, Cerealien in Form von  Getreideabfällen etc. Zudem sind meist Vitamin-Vormischungen von den Vitaminen A, D, E in sehr hoher Potenz enthalten. Diese können wiederum erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen.

Mehr nachzulesen gibt es hierbei im Buch:  „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans Ulrich Grimm. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass im Anhang  dieses Buches „Rinti“ empfohlen wird. Rinti gehört zwar schon zu den besseren Sorten, entspricht aber bei weitem nicht der erforderlichen Qualität, die wir für unsere Tiere anstreben. Dieses können Sie aus der Deklaration auch klar erkennen. Als dieses Buch geschrieben wurde, gab es die gesunden SUNNY Petfood Produkte leider noch nicht.

Selber kochen

Hier gilt dasselbe wie beim Barfen. Zudem werden die Lebensmittel oft „tot“ gekocht.

Viele achten leider auch nicht auf die Gewürze und geben den Tieren die Nahrungsmittel, die auch auf unseren Teller kommen. Das ist alles andere als artgerecht.

Barfen

BARF:   Bones and raw food – Knochen und rohes Futter
BARF:   Biologically appropriate raw food – biologisch artgerechte Rohfütterung
Diese Fütterungsweise ist wirklich sehr naturnah, aber auch hier ist es wichtig, darauf zu achten, ausgewogen und vielfältig zu füttern, um Mangelerscheinungen und Missverhältnissen vorzubeugen. Es ist überaus wichtig, dem Tier eine Balance aus Fleisch, Fisch, Gemüse, Ölen und einigen Zusätzen wie Eier, Kräuter, Honig, Hefe, Heilerde, Seealgenmehl und Knochen zu verfüttern, damit es ausgewogen ernährt wird.

Bei Katzen ist Barfen eindeutig einfacher als bei Hunden und ist hier eher zu empfehlen.

Mittlerweise gibt es sehr viele eingefleischte Barfer, also Befürworter der Rohfütterung. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass diese Art der Fütterung Lücken aufweist, wenn diese nicht wirklich fundiert dem Bedarf des Tieres angepasst ist. Wer ist schon Ernährungsexperte, dass er dieses auf Dauer leisten kann? Die Folge daraus sind oft Mangelerscheinungen.

Viele Anhänger des Barfens, machen daraus eine richtiggehende Religion. Nur ihre Methoden und Rezepte sind richtig, aber die Individualität fehlt. Es gibt viele Bücher zum Thema, viele Fertigrezepte, die Foren sind vollgepackt mit allerlei (aber auch mit viel fundiertem Unsinn!). Hier sollte ausdrücklich erwähnt werden, dass es besonders wichtig ist, die Rezeptur dem Individuum anzupassen. Ansonsten entstehen manchmal schon recht schnell Mangelerscheinungen, die nicht selten zu unvorhergesehenen Krankheiten führen. Selbst für Barfer, die auch dabei bleiben möchten, ist unsere Empfehlung für die Urlaubszeit oder wenn es mal schnell gehen soll, ein hochwertiges und artgerechtes Futter und zur Zu-Fütterung oder als Leckerlie, ein hochwertiges kaltgepresstes Trockenfutter.

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