Futterdeklarationen für Fertigfutter – Was ist wirklich drin?

Erfahren Sie hier, was in den Futterdeklarationen von handelsüblichen Tiernahrungsprodukten, zwischen den Zeilen steht!

In dieser Aufstellung finden Sie Erklärungen zu diversen Inhaltsstoffen und Deklarationen.

Lesen Sie aufmerksam auf Ihrer Verpackung nach, was wirklich darauf steht. Mit den folgenden Erläuterungen, werden Sie vielleicht so manche Rätsel lösen können!

  • Antioxidans / Antioxidantien: Natürliche oder synthetische Substanzen, die die Inhaltsstoffe vor der Schädigung durch den Sauerstoff (oxidieren) schützen. Verhindert das Ranzig werden von Fett und dient der Konservierung. Synthetische Antioxidantien (im Trockenfutter werden keine natürlichen verwendet!) sind nicht gleichzustellen mit natürlichen Antioxidantien (Vitamin C, Vitamin E), welche den Organismus vor „Freien Radikalen“ schützen.
  • Amaranth: Lebensmittelfarbstoff E 123.
  • Amarant: Pseudogetreide, glutenfrei, hoher Mineralstoff-und Eisengehalt.
  • Ascorbinsäure: synthetisch hergestelltes Vitamin C, fälschlicherweise als ’natürliche‘ Antioxidantien‘ bezeichnet, die schon bei leichten Überdosierung einen schädigenden Einfluss gegen körpereigene Zellen ausüben. Vitamin C wird von gesunden Katzen/Hunden in der Leber selbstständig gebildet und muss nicht mit der Nahrung aufgenommen werden.
  • Aspergillus: Gattung Schimmelpilz. In kultivierter Form ungiftig, wird als Konservierungsmittel eingesetzt.
  • Ascorbyl Palmitat: fettlösliche Form von Vitamin C.
  • Autolysat: Abfallprodukte absterbender Zellen, werden unter verschiedenen Namen u.a. als Geschmacksverstärker eingesetzt.
  • Aspartam: Zuckerersatzstoff.
  • Bäckereierzeugnisse: Darunter fällt alles: Brot, Kuchen, Nudeln, kann auch ein Hinweis auf versteckten Zucker sein, der in Tierfutter nichts zu suchen hat.
  • BHA= Butylhydroxyanisol – E 320 und BHT= Butylhydroxytoluol – E 321 – sind bereits in vielen Teilen Europas sehr umstritten und werden nach wie vor als Konservierungsmittel, bzw. als Futtermittelzusatzstoff, mit festgesetzem Höchstgehalt, eingesetzt.
  • Bierhefe: Nebenprodukt der Bierherstellung, reich an Proteinen, Vitamin B.
  • Biotin: ist das zur Gruppe der B-Vitamine gehörende Vitamin H oder früher auch als B7 bezeichnet.
  • Bio: Sagt aus, dass die verwendeten Rohstoffe aus biologischer Erzeugung stammen. Sagt jedoch nichts über die Gesamtqualität aus, kann auch vergammelt sein! Auch die guten Bio-Rohstoffe werden hoch erhitzt und danach können andere Zusätze beigefügt werden. Sehr oft werden Rohstoffe, die für die menschliche Ernährung NICHT zugelassen worden sind in der Tiernahrung verarbeitet und somit wieder teuer verkauft.
  • Blutmehl: getrocknetes, gemahlenes Blut- stickstoffreicher, schnell wirksamer, organischer Dünger, natürlicher Mineralienlieferant in getrockneter und gemahlener Form. Aber auch fragwürdige Zutat bezgl. der Herkunft!
  • Braureis oder Bierreis: Braunreis ist ein Nebenprodukt der Reisherstellung/Bierherstellung, s.g. Schmachtkörner (Abfall), die für sonst nichts zu gebrauchen sind.
  • Brauner Reis: unpolierter Reis (Natur- oder Vollkornreis), enthält mehr Nährstoffe als der geschälte weiße Reis.
  • Carrageen: Gelier und Verdickungsmittel E 407. Im Tierversuch wurden Geschwürbildungen und Veränderungen im Immunsystem mit abgebautem Carrageen festgestellt. Es gibt Behauptungen, dass Carrageen die Aufnahme von Mineralien wie Kalium behindert und Allergien auslösen kann. Eine neue Studie zeigt darüber hinaus eine deutliche, bisher nicht gut erklärte antivirale Aktivität gegen humane Papillomviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können.
  • Calcium-carbonat: Kalk der u.a. in Knochen, Eierschalen und Zähnen vorkommt.
  • Calcium-panthothenat: Auch Vitamin B5, Panthotensäure genannt.
  • Calciumsorbat: Konservierungsmittel E 203.
  • Calciferol: Vitamin D.
  • Canola: Öl: Rapsöl.
  • Carbadox: Umstrittener Wachstumsförderer in der Tiermast. Daher seit Jahren in der EU verboten.
  • Casein/Kasein: Protein aus der Kuhmilch, kann Allergien auslösen.
  • Cellulose: unverdauliche Zellwandbestandteile (Ballaststoffe), z.B. Getreidehülsen, Nussschalen, in der Tiernahrung meist Abfälle der Getreideherstellung.
  • Cerealien: In der Tiernahrung, meist Abfall aus der Müsliherstellung.
  • Cholin: Gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist Bestandteil von Lecithin (E 322). Kann vom Hund i.d.R. selbst synthetisiert werden.
  • Chondroitin: Stoffwechselprodukt des Glucosamins (Das Glucosamin ist eines der Hauptmoleküle, die die Bildung von Gelenkknorpel fördern und zu deren Elastizität beitragen. Es ist damit perfekt auf das Chondroitin abgestimmt, das seinerseits die Zerstörung von älterem Knorpelgewebe hemmt. Es kommt im Knorpelgewebe zahlreicher Tierarten vor. Das Glucosamin ist ein Zuckermolekül, und Bestandteil der Proteoglykane. Diese sind ein Grundelement in der Knorpelbildung.) mit gleichen Eigenschaften, allerdings weniger gut verdaulich. Der Clou an der Sache jedoch, werden diese Substanzen erhitzt, sind sie wertlos. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Moleküle sehr groß sind und vom Organismus nicht aufgenommen werden können (mit Ausnahmen von Hyaluronsäure und der Vorstufe den Glutasaminen (sehr reich enthalten in den Keimdrüsenkapseln der Perna canaliculus). Also ein guter Werbereiter, der nichts bringt.
  • Cobalamin: Vitamin B12, fördert den Eiweißstoffwechsel.
  • Colostrum: Vormilch (Biestmilch) von Säugetieren.
  • Cystein: Anabole Wirkung – E 920.
  • dehydriert: Trocknung durch Wasserentzug.
  • Dicalciumphosphat: Schwer verdaulich,  – E 540.
  • Digest: Flüssigkeit, die von tierischen Geweben mit Hilfe von chemischer oder enzymatischer Hydrolyse hergestellt wird-  chemisch vorverdaute Nahrung, dadurch wird die Futterakzeptanz erhöht.
  • DL-Methionin / DL-Lysin: Synthetisch hergestellte Aminosäuren. Diese gleicht minderwertige Fleischquellen aus. Hinweis auf sehr geringen Fleischanteil im Futter (oft in Trockenfutter enthalten).
  • DHA: (Docosahexaensäure) mehrfach ungesättigte Fettsäure, wird vom Hund nach dem Welpenalter selbst gebildet, soll Einfluss auf die Intelligenz haben!
  • Diet / Diät: Meist mit viel Rohfaser und synthetischen Zusätzen angereichertes Futter.
  • E-Nummer: Bezeichnung für in Europa zugelassene Zusatzstoffe.
  • EG-/EWG-/EU-Zusatzstoffe: Hinter der Bezeichnung können alle zugelassenen z.B. Farb-und Konservierungsstoffe stehen. z.B. BHA, BHT, Ethoxyquin und weitere Stoffe.
  • Ei: Ganzes Ei mit Schale. Hochwertiger Eiweiß- und Calciumliferant. Wird aber von vielen Hunden nicht vertragen.
  • Eier und Eierzeugnisse: Produkte aus der Eierverarbeitung, meist Schalen.
  • Eiweißextrakte: Meist pflanzlich, Abfallprodukt bei der Mehlerzeugung, auch Kleber- aus z.B. Soja, meist minderwertige Eiweißquelle.
  • Enterococcus faecium: Fäkalkeim von Säugetieren. Zur Darmunterstützung von Ferkeln – E 1707.
  • Erbsenkleie: Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus Erbsen, das in der Hauptsache aus Erbsenschalen besteht, die bei der Schälung und Reinigung von Erbsen anfallen.
  • Erythrosin:  künstlich hergestellter Farbstoff, der u.a. Krebs verursachen kann – E 127.
  • Ethoxyquin: Konservierungsmitteleffizientes und sehr billiges chemisches Antioxydant (ursprüngliche Verwendung war, die Haltbarkeit von Gummi zu verbessern), in Lebensmitteln nicht mehr zugelassen (früher zur Oberflächenbehandlung von Äpfeln), aber leider immer noch in vielen Futtermitteln enthalten – E 324.
  • exdrudiert: Herstellungsverfahren mit Hitze und Druck (120 – 140° oder je nach Hersteller sogar bis zu 480°).
  • Fette: wenn nicht genauer bezeichnet, meistens Abfall. Die meisten „Tierkörper-Beseitigungen“ in Holland, Belgien und Deutschland haben als zweiten Gewerbezweig die Fettherstellung.  Hochwertige Fette und Öle werden in der Regel genau angegeben.
  • Fischmehl: getrocknete Fischnebenerzeugnisse und/oder getrocknetes Fischfleisch.
  • Fischnebenerzeugnisse: Fischinnereien, Flossen, Köpfe, Gräten, Fischaugen etc.
  • Fleisch: Reines Fleisch ohne Nebenerzeugnisse vor der Trocknung. Nach der Trocknung wird Fleisch zu Fleischmehl.
  • Fleischmehl (Tiermehl): kann, wenn nicht näher bezeichnet, alles beinhalten und stammt meist aus Abdeckereien und darf seit 2001 nicht mehr an Nutztiere verfüttert werden, also wird es in Hunde- und Katzenfutter weiter verwendet. Deklariertes Fleischmehl (also z.B. aus Geflügelfleisch) wäre das was wünschenswert im guten Tierfutter enthalten wäre.
  • Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse: wenn nicht näher bezeichnet, alles von Tierkörpern oder Teilen von Tierkörpern warmblütiger Landtiere (z.B. Häute, Hufe, Blut, Federn, Mägen, Därme, Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen und Tiermehl). Nebenerzeugnisse sind alle Produkte, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind.
  • Fleischhydrolysat: Fleischersatzstoffe. Werden aus Eiweißpulver und Wasser hergestellt. „Kunstfleisch“. Wenn die Rede von z.B. Fisch- oder Hühneraroma ist, ist der Verdacht sehr groß, dass es sich um Fleischhydrolysat handeln könnte.
  • FOS: (Fructooligosaccaride) ist eine natürliche Substanz die aus der Chicoree-Wurzel gewonnen wird. Wird vielen Futtermittel zugesetzt, damit der Kot bessere Form aufweist, man könnte dabei immer den Verdacht schöpfen, dass es sich um „optische Täuschung“ handelt, wenn dieser Zusatz beigefügt wird.
  • Folacin: Synonym für Folsäure.
  • Folsäure: Vitamin B9.
  • Fructo-Oligosaccharide: regelt die Darmtätigkeit auf natürliche Weise und sorgt für ein gesundes Gleichgewicht innerhalb des Verdauungssystems.
    Der Zusatz ist nötig, wenn z.B. Futter aufgrund seiner Zusammensetzung schlecht verdaulich ist. Zusätzlich wird Durchfall unterdrückt, der auf Grund der Inhaltsstoffe natürlicherweise entstehen würde. Fructo-Oligosaccharide kommen gerne in Diätfuttermitteln zum Einsatz.
  • Galant: Heilpflanze, gehört zu den Ingwergewächsen, wirkt anregend und ist entzündungshemmend.
  • Galacum: vergorenes Konzentrat der Sauermolke, die bei Magen-Darm-Problemen eingesetzt werden kann.
  • Geflügelmehl: ist KEIN Fleisch, sondern Geflügelschlachtnebenprodukten (alles vom Huhn was kein Fleisch ist u. a. auch Federn, Klauen, Schnäbel).
  • Geflügelfleischmehl: reines Fleisch nach dem Trocknen.
  • Geflügelprotein: besteht aus einer Mischung von Geflügelschlachtnebenprodukten (alles vom Huhn was kein Fleisch ist u. a. auch Federn, Klauen, Schnäbel).
  • Geflügelnebenprodukte: sind in der Regel Köpfe, Füße, Eingeweide, Blut, Urin (als Salzersatz, der Hersteller braucht Salz als Zusatzstoff nicht mehr aufzuführen) und Federn (Füllstoff).
  • Gelatine: Natürliches Binde-Verdickungsmittel, überwiegend aus Schweineschwarten hergestellt. Alles vom Schwein sollte in der Ernährung von Hund und Katze vermieden werden.
    Gemüse: wenn nicht näher aufgeführt, können alle Gemüsearten oder sogar Hülsenfrüchte sein. Hülsenfrüchte im Futter können zu Verdauungsproblemen führen.
  • Geschmacksverstärker: sind schädlich und sollten in einem hochwertigen Futter auch nicht notwendig sein, weder künstliche Aromastoffe noch natürliche Verstärker wie Zucker oder Karamell. Doch dadurch wird das Futter oft viel lieber gefressen!
  • Getreidemehl: alle Arten von gemahlenem Getreide.
  • Glucosaminhydrochlorid: aus Schalentieren gewonnene Substanz, die die Wasserspeicherfähigkeit des Knorpels unterstützt.
  • Gluten: Nebenprodukt aus der Mehlerzeugung. Sehr viele Hunde vertragen Gluten nicht, diese sind oft versteckt im Getreideanteil im Futter enthalten. Glutenfreie Getreide sind Reis, Hirse, Hafer.
  • Glycin: Geschmacksverstärker – E 640.
  • Grieben: Abfallprodukt aus der Talgproduktion, ausgelassenes Fett von z.B. Innereien aus Tierkörperbeseitigungsanlagen.
  • Guar (Guarmehl): Pflanzenfaserstoff, Verdickungs- und Mehlbehandlungsmittel, Guarkernmehl quillt im Magen stark auf und verringert dadurch das Hungergefühl.
  • Hämoglobin: eisenhaltiger roter Blutfarbstoff.
  • Hefen: Reich an Vitamin B und Protein.
  • Histamin: Kommt in Fleisch, Fisch, Pflanzen und Bakterien vor. Allergie auslösend.
  • IE: „Internationale Einheit“ Angabe von Zusätzen z.B. Vitaminen.
  • IgG: Immunglobulinwert
  • Inulin: Unverdaulicher Ballaststoff, jedoch gute Eignung bei Diätfutter, kommt u.a. in Topinambur und Zichorie vor. Aufgepasst viel Ballast = wenig Nährstoffe.
  • Isoleucin: essentielle Aminosäure die mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
  • Inositol: Vitamin der Gruppe B. Wird eigensynthetisiert.
  • Johannisbrotkernmehl: Stärke und Bindemittel – E 410. Entzieht dem Nahrungsbrei Wasser, wird angewendet bei Kotwasser oder Durchfällen oder aber leider in vielen Futtermittel vorbeugend und um wiederum die Kotwürste fester zu formen – kann also auch optische Täuschung sein. In natürlicher Form oder aber auch synthetisch vorkommend.
  • Kaliumsorbat: Konservierungsstoff der auch den Geschmack verändert – E 202.
  • Kamut: Weizenart, sehr proteinreich, enthält, wie für Weizen üblich auch Gluten.
  • Karamell: Erhitzer Zucker, dient als Geschmacksverstärker. Gehört nicht ins Hunde- oder Katzenfutter!
  • Kassava: Stärkemehl aus der Maniokwurzel.
  • Kleber / Kleiber: Schicht zwischen Außenhülle und Mehlkörper eines Getreidekorns, eiweißhaltiges Abfallprodukt bei der Mehlerzeugung.
  • Kleie: Keim und Randschichten des Getreidekorns, Rückstand aus der Getreideverarbeitung.
  • Knochenmehl: gemahlene Knochen, meist aus Tierkörperbeseitigungsanlagen.
  • L-Carnitin: fördert die Fettverbrennung, das ist auch nötig bei der Menge an Kohlenhydraten und Zucker, die das Futter enthält!
  • L-Methionin: L-Form der Aminosäure.
  • L-Lysin: L-Form der Aminosäure.
  • Lactoflavin: Farbstoff, wird auch als Vitamin B2 bezeichnet – E 101.
  • Lactobacillus acidophilus: Bakterium, soll Immunabwehr und Darm stärken, kommt im Milch, Fleisch und Fisch vor.
  • Lecithin: Emulgator, oft aus Soja gewonnen. Wird meist synthetisch hergestellt.
  • Leucin: essentielle Aminosäure, die mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
  • Maintenance: Steht für so genannte bedarfsgerechte Versorgung.
  • Mais: Ganzer Maiskolben, ist laut wissenschaftlicher Untersuchungen Hauptauslöser von Allergien. Maiskörner (oder auch Maiskeime) hingegen sind ein wertvoller Vitaminspender.
  • Maiskeim: hochwertig, wird aus den Keimen von Mais gewonnen. Sollte nicht erhitzt werden.
  • Maisgluten / Maiskleber: Nebenerzeugnis (Abfallprodukte) der Maisstärkegewinnung. Es besteht aus Kleie und Kleber und enthält viel Protein, das für uns kaum verwertbar ist und kommt vor allem in der Rinderzucht zum Einsatz. Maisgluten verhindert Durchfall und hält dadurch nicht verwertete Stoffe als auch Giftstoffe im Körper fest, was eine erhebliche Belastung der Nieren und Leber darstellt, da diese Stoffe ständig abgebaut werden müssen.
  • Maismehl: Ganzer Maiskolben, getrocknet und gemahlen.
  • Maisvollkornmehl: Maiskörner getrocknet und gemahlen.
  • Maltodextrin: Kohlenhydrat das meist als Füllstoff verwendet wird.
  • Melasse: Nebenprodukt der Zuckerherstellung, besteht zur Hälfte aus Saccharose.
  • Menadion: Andere Bezeichnung für Vitamin K3 (siehe auch unter Vitamin-Fibel)
  • Menhaden: Fisch-Heringsmehl.
    Methionin: essentielle Aminosäure, die mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
  • Molkereierzeugnisse / Molkereiprodukte:  Käse, Milchpulver, Molke Nebenprodukte aus der Käseherstellung etc., wird gern auch als Zuckerversteck verwendet.
  • Muschelsediment: Extrakte aus Muscheln, jedoch vorwiegend aus der Schale – also Kalk. Sollen Phosphorüberschuss ausgleichen. Der oft angepriesene Muschelextrakt dient nur als Calciumzusatz!
  • Nahrungsfaser: andere Bezeichnung für Ballaststoff.
  • Natriumbisulfat: Konservierungsmittel, sehr umstritten – schädliche Wirkung.
  • Natriumchlorid: Kochsalz
  • Natriumhexametaphosphat/ Natriumnitrit: Dient u.a. als Konservierungsmittel – E 250.
  • Natriumpolyphosphat: auch Polyphosphate, Natriumpolyphosphat, Kaliumpolyphosphat, Natriumcalciumpolyphosphat, Calciumpolyphosphat: Künstlich hergestellter Stabilisator, Emulgator und Säureregulator- auch als Phosphate bezeichnet –E452.
  • Natriumsulfat, -bisulfat, -nitrit: Natriumsulfat – auch als Glaubersalz bekannt, Säuremittel, in Überdosis als Abführmittel. Konservierungsmittel mit schädlichen Nebenwirkungen – kann zu Nierenschäden führen – E 514.
  • Natriumsorbat: Antioxidationsmittel – E 201.
  • Nicotinsäure: Vitamin B3, kommt in natürlicher Form z.B. in Geflügel, Milchprodukten und Fisch vor – E 375.
  • Niacin: Synonym für Nicotinsäure.
  • Omega-3-Fettsäuren: Spezielle Gruppe der ungesättigten Fettsäuren, gehört zu den essentiellen Fettsäuren.
  • Pantothensäure: Vitamin B5.
  • Pektine: meist als Verdickungsmittel verwendet, für festen Kot – wieder eine optische Täuschung, da ohne diesen Zusatz, ein Futtermittel vermutlich Durchfall verursachen würde – E 440.
  • Perlgraupen: geschälte Gerste.
  • pflanzliche Eiweißextrakte: Rückstand aus der Herstellung pflanzlicher Öle, meist Sojaprodukte. Führt bei vielen Hunden zu Allergien und Unverträglichkeiten.
  • pflanzliche Nebenerzeugnisse: z. B. Pressrückstände aus der Ölherstellung (z.B. verkauft MC Donald sein altes Frittieroel in die Futtermittelindustrie), Gemüseabfälle aus der Lebensmittelherstellung. Soja ist kostengünstig und deshalb in vielen minderwertigen Tierfuttern enthalten, allerdings ist Soja für Katzen oft schwer verdaulich. Rübenschnitzel, Maisgluten, Cellulose (Erdnussschalen, Stroh), Braureis, Reisstärke, Abfallprodukte der Bierbrauereien usw. Rote Beete Saft kommt zum Einsatz und suggeriert auf Grund der dunkleren Kotfärbung, dass viel Fleisch im Futter wäre.
  • Phenylalanin: essentielle Aminosäure die mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
  • Potassium: Synonym für Kalium.
    Propylgallat: Konservierungsmittel. Künstlich hergestelltes Antioxidationsmittel. Es besteht der Verdacht, dass dieser Stoff die Aufnahme von Eisen behindert. Alle Gallate stehen unter Verdacht, Allergien auszulösen. Kritisch in der Anwendung – E 310.
  • Pyridoxin-hydrochlorid: Synthetische Form von Vitamin B6.
  • Pyridoxin: Vitamin B6.
  • Quinoa: Pseudogetreide, hoher Eiweißanteil, ebenso hoher Gehalt an Magnesium und Eisen.
  • Riboflavin: Vitamin B2 kommt in Milch und Gemüse vor.
  • Rohasche: versteht man alle nicht brennbaren Bestandteile des Futters, üblicherweise die Gesamtmenge der Mineralstoffe und Spurenelemente. Ein theoretischer Wert der entstehen würde wenn das Futter komplett verbrannt würde. Übrig bleiben dann Mineralien (Salze). Der Wert sollte nicht über 7,5% liegen. Höhere Werte weisen auf minderwertige Inhaltsstoffe hin durch die eine hohe Nierenbelastung, Knochenstoffwechselstörungen oder Zahnstein entsteht.
  • Rohfaser: unverdauliche Nahrungsbestandteile (Ballaststoffe). Sie sind für die Verdauung und für die Kotkonsistenz wichtig. Der Anteil aller pflanzlichen, unverdaulichen Rohfasern (könnte auch z.B. Sägemehl sein) sollte zwischen 2%-4% liegen. Bei Diät-Futtermitteln ist der Anteil entsprechend erhöht.
  • Rohfett: Alle im Futter enthaltenen Fettquellen (pflanzlicher sowie tierischer Natur), unabhängig von Herkunft oder Qualität. Auch verarbeitetes Altöl verfügt über einen bestimmten Gehalt an Rohfett!
  • Rohprotein: Alle Eiweißverbindungen die in dem Produkt vorhanden sind. Hierzu gehört Fleisch genauso wie Federn oder Klärschlamm.
  • Saccharose: Rohrzucker.
  • Saccharomyces cervisiae: Backhefe.
  • Schälkleie: Abfallprodukt, wird als Füllstoff verwendet.
  • Schrot: Gemahlene Getreidekörner.
  • Selen: Spurenelemet, nur aus anorganischen Selenquellen zugelassen (Natriumselenit, Natriumselenat).
  • Sodium: Antioxidant (Konservierungssstoff).
  • Soja: Minderwertiger Eiweisslieferant oft genmanipuliert. Ist billig und für Tiere schlecht verträglich.
  • Sorbinsäure: Konservierungsstoff.
  • Tapioka: Stärkemehl aus der Manniokwurzel, auch bekannt als Kassava.
  • Taurin: Aminosulfonsäure (keine Aminosäure), ist für Katzen essentiell und muss über die Nahrung aufgenommen werden.
  • Thiamin: Vitamin B1.
  • Thiaminhydro-chlorid/Mono-nitrat: Synthetische Formen von Vitamin B1.
  • Threonin: Essentielle Aminosäure, die mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
  • tierische Nebenerzeugnisse: Nahezu alles, was kein reines Muskelfleisch, Binde- oder Sehnengewebe ist, ist diesem Begriff zuzuordnen. Das können sein: Innereien, Haut, Knochen, Knorpel usw. Es können aber auch sein: Federn, Hufe, Haare, Schnäbel, Urin, Kot, Reste von Schlachtabfällen, die aus dem Abwasser eines Schlachthofes gefiltert werden usw. All dies darf völlig legal im konventionellen Tierfutter verarbeitet und unter dem Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“ deklariert werden!
  • Tocopherol: Vitamin E – ist ein Sammelbegriff für 8 fettlösliche Substanzen mit u.a. auch antioxidativer Wirkung. Wird als Konservierungsmittel verwendet.
  • Topinambur: Auch Erdbirne genannt, wird als Hungerstiller verwendet, gut geeignet für z.B. Diätfuttermittel.
  • Trigonellin: Bitterstoff mit u.a. hohem Kupferanteil.
  • Tryptophan: Essentielle Aminosäure, die mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
  • Tyrosin: Nicht essentielle Aminosäure.
  • Valin: Essentielle Aminosäure, die mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
  • Zuckerrübentrockenschnitzel: Nebenerzeugnis, das bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben anfällt und aus extrahierten getrockneten Schnitzeln besteht und wird normalerweise als Kraftfutter für Pferde und Kühe verwendet. Minderwertig und nutzlos als sog. Nährstoff für Hund und Katze.

Hier ein paar Deklarationsbeispiele mit Erklärungen dazu:

Deklaration: 100 % aus frischem Fleisch

Erklärung: Bedeutet nicht, dass das Futter zu 100 % aus Fleisch besteht, sondern die enthaltene Menge an Fleisch ist frisch.

Deklaration: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse

Erklärung: Nur wenn der prozentuale Anteil an Fleisch konkret angegeben wird, ist nachvollziehbar, wie hoch der tatsächliche Fleischanteil ist.

Deklaration: 50% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 20 % Huhn)

Erklärung: Die Angabe 50% kann sich, wie hoch die Anteile Huhn sind. Um welche Teile es sich vom Huhn handelt ist nicht erkennbar.

Deklaration: 70% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 65 % Hühnerfleisch und 5% Leber)

Erklärung: Es ist eindeutig zu erkennen, dass 65 % Fleisch und 5 % Nebenerzeugnisse enthalten sind.

Ist im Futter ein hoher Fleischanteil enthalten, wird es der Hersteller auf jeden Fall mit Vergnügen auf die Packung schreiben.

Oft sind die angegeben Deklaration irreführend – in der Tat verstecken sich hier die Rätsel zwischen den Zeilen!

Eine optimale Deklaration sollte z.B. so aussehen:

Zusammensetzung: 70% Fleisch (40% Rind, 30% Huhn), 10% Gemüse (Gemüseart), 20% Reis oder Nudeln, Mineralstoffe, Taurin

Inhaltsstoffe: Rohprotein 16 %, Rohfett 6 %, Rohasche 1,7%, Rohfaser 0,2%, Feuchtigkeit 75%

Fütterungsempfehlung für eine durchschnittliche Katze 4-5 kg beträgt 200g.

Keine Vitaminzusätze, keine Farbstoffe, kein Soja, keine Konservierungsmittel, keine EG-Zusatzstoffe

Den höchsten Anteil sollte immer Fleisch ausmachen und nicht die tierischen Nebenerzeugnisse.

Weitere Beispiel von sehr fragwürdigen Deklarationen:

Sorte xyz mit Hühnchen
Deklaration:  Lunge, Kehle, Fleischgrieben, Hühnchen (mind. 4%), Niere, Leber, Schweinepfoten, Minerale, Vitamine.

Fütterungsempfehlung für eine durchschnittliche Katze 4-5 kg beträgt 400g – 500g.

Erklärung: Das Futter besteht hauptsächlich aus Innereien. Innereien in kleinen Mengen sind durchaus gesund, weil sie sehr vitaminhaltig sind. Aber als Hauptbestandteil der täglichen Ernährung sind sie nicht geeignet. Katzen in freier Natur lassen Innereien oft liegen und fressen sie nur bei Bedarf. Nicht erkennbar ist, ob überhaupt Muskelfleisch enthalten ist.
4 % geben lediglich an, wie viel von der geschmacksgebenden Komponente enthalten ist. Es kann sich hierbei um alles vom Huhn handeln.

Sorte xy Truthahn und Huhn in Tomatengelee
Deklaration:  Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (jew. min. 4% Truthahn und Huhn), Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Gemüse (min. 4% Tomaten in Gelee), Mineralstoffe, Zucker.

Fütterungsempfehlung für eine durchschnittliche Katze 4-5 kg beträgt 400g – 500g.

Erklärung: Das Futter enthält 4% Fleisch vom Truthahn und 4% Fleisch vom Huhn, so wie tierische Nebenerzeugnisse, davon sind 4% Nebenerzeugnisse und ebenfalls 4% vom Huhn. Also laut Etikett sind 8% Fleisch enthalten.
Nicht erkennbar ist, wie viel Fisch und wie viel Fischnebenerzeugnisse enthalten sind. Ebenso wie hoch der Gesamtanteil an Gemüse ist. Und was ist der Rest??? Zucker hat in Katzenfutter grundsätzlich nichts zu suchen.

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten der Deklaration. Wir belassen es bei diesen Beispielen und hoffen, dass Ihnen unsere Ausführungen beim Entschlüsseln der Etiketten helfen.

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